37.Ostereierschießen + Olympia-Bewerbung

Die Sportleitung, die Jugendleitung und der geschäftsführende Vorstand der St. Hubertus Schützenbruderschaft Köln-Bickendorf 1869 e.V. unterstützt die Olympia-Bewerbung Köln/Rhein-Ruhr des Landes NRW und bitten alle Freunde und Förderer für die Olympia-Bewerbung, beim Bürgerentscheid per Briefwahl bis zum 19.04.2026, zustimmen.

Mit der Bundeskaderschützin Monika Karsch, die bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio eine Silbermedaille in der Disziplin 25m Pistole der Frauen gewonnen hat, haben wir ein kurzes Video und Interview angefertigt.

„Olympische Spiele sind Gemeinschaft“ – Interview mit Silbermedaillengewinnerin Monika Karsch

Olympische Spiele in der Region: Mit der Bewerbung KölnRheinRuhr besteht die Chance, dass eines der größten Sportereignisse der Welt künftig auch vor unserer Haustür stattfindet. Rund um die Bewerbung sind Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Aus diesem Anlass haben wir mit der Sportschützin Monika Karsch gesprochen. Die Silbermedaillengewinnerin der Olympische Sommerspiele 2016 trainiert auch regelmäßig auf unserer modernsten Schießsportanlage und kennt die besondere Bedeutung von Olympia aus eigener Erfahrung. 

Monika, kannst du uns erzählen, was für dich die Olympischen Spiele bedeuten? 
Ich war 2016 das erste Mal bei den Olympischen Spielen und es war ein Riesenerlebnis. Also alles, was ich dort erlebt habe, sowohl meinen eigenen sportlichen Wettkampf als auch das ganze Drumherum, ist einfach ein riesengroßes Erlebnis für alle, die daran teilhaben können. Für mich als Athletin ist da ein riesiger Traum in Erfüllung gegangen. Viele arbeiten und trainieren darauf hin und wünschen sich, an Olympischen Spielen teilnehmen zu können. Bei mir war das dann irgendwann soweit und ich wusste: Ich bin in einer super Form, habe einen guten Wettkampf geschossen und am Ende habe ich Silber geholt.

Was bedeutet für dich der olympische Gedanke und die Gemeinschaft, die dadurch entsteht? 
Der olympische Gedanke beginnt schon damit, dass man zusammen im Olympischen Dorf wohnt. Es ist wahnsinnig schön, mit anderen Athleten aus der gleichen Nation auf einem Stockwerk zu leben. In Rio waren wir ein Apartment mit sechs Mädels. Da kommt man sich natürlich nahe. Für jeden ist es ein wichtiger Wettkampf – es gibt Anspannung, gute und schlechte Laune. Man baut sich gegenseitig auf oder freut sich für jemanden. Es ist toll, wenn man sich im Olympischen Dorf bewegt, weil alle ihre Jacken tragen und man sich beim Essen oder im Kraftraum begegnet. Ich bin mittags oft alleine zum Essen gegangen und habe einfach geschaut: Wo sitzen die deutschen 
Jacken? Dann setzt man sich dazu und kommt sofort ins Gespräch. Und wenn man einen Wasserspringer kennt, kennt man plötzlich ganz viele Wasserspringer oder Ruderer. Ich habe wirklich ganz tolle Erlebnisse gehabt und auch Freundschaften entwickelt – aus der Zeit vor den Olympischen Spielen und natürlich auch danach.

Was könnten Olympische Spiele in Deutschland oder in NRW für das Land bedeuten? 
Ich habe bei den Olympischen Spielen in Rio erlebt, was solche Spiele in einer Gesellschaft verändern können. Ich glaube, die Motivation der Menschen, die Begeisterung für etwas Neues, eine große Gastfreundschaft und auch Dinge zu bauen oder Gastgeber für die ganze Welt zu sein – das kann in einer Gesellschaft wahnsinnig viel bewegen. Ich wünsche mir Olympische Spiele in Deutschland sehr, weil ich glaube, dass ein Ruck durch unser Land gehen kann. Diese Motivation, diese Kraft und diese Energie, die der Sport mitbringt, könnten wir im Moment wahnsinnig gut brauchen. Es würde viele Dinge in Schwung gebracht, auch für die Infrastruktur Vorteile bringen. Aber vor allem würde der Sport wieder einen anderen Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen.

Wofür stehen die Olympischen Spiele für dich ganz grundsätzlich? 
Olympische Spiele bedeuten für mich natürlich wahnsinnig viel – es ist mein Lebenstraum gewesen, der in Erfüllung gegangen ist. Für mich sind Olympische Spiele aber auch Gemeinschaft. Gemeinschaft miteinander. Es ist Identität. Es ist sich mit jemandem identifizieren, für jemanden mitfiebern, für etwas kämpfen. Natürlich gehört auch Misserfolg dazu und ihn zu verarbeiten. Aber an alleroberster Stelle steht Gemeinschaft – gemeinsam für ein großes Ziel zu arbeiten und dieses Ziel immer vor Augen zu haben. Ich habe Olympische Spiele mit sehr viel Erfolg erlebt, aber auch mit sehr viel Unterstützung. Viele Menschen haben mir geholfen, überhaupt diesen Erfolg zu erreichen: Trainer, Familie, Sponsoren und viele andere. Und danach waren es genauso viele Menschen, die sich mit mir gefreut haben. Dieses Gefühl zu erleben, wenn ein ganzes Land mitfiebert, ist phänomenal.

Was würde Olympia vor der eigenen Haustür für den Nachwuchs und den Sport bedeuten? 
Ich kann nicht genau sagen, welche Sportstätten gebaut werden oder was alles entwickelt wird. Aber ich glaube, dass Olympische Spiele in Deutschland ein Thema entzünden würden. Viele Menschen würden darüber sprechen und der Sport bekäme wieder mehr Platz in unserer Gesellschaft. Am wichtigsten ist dieser Platz bei Kindern und Jugendlichen. Mit dem Ziel, Olympische Spiele im eigenen Land zu haben, kann man viele motivieren, Sport zu treiben oder eine neue Sportart auszuprobieren. Mehr Berichterstattung über Sport führt auch dazu, dass Menschen selbst mehr Sport machen. Ich glaube, dass das sehr motivierend wirken kann – und vor allem unsere Kinder in Bewegung bringt.“

Warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, sich um Olympische Spiele zu bewerben? 
Ich glaube, es ist immer ein guter Zeitpunkt, sich für Olympische Spiele zu bewerben. Aber ich habe den Eindruck, dass uns im Moment so ein Ziel, so eine Motivation einfach wahnsinnig gut tun würde. Wir haben noch Vorlauf – und genau diese Zeit kann man nutzen, um Energie aufzubauen. Ich würde es mir sehr wünschen, diese Energie und Motivation in unserem Land zu spüren.

Wenn auch du dir die Olympischen Spiele und dieses besondere Gemeinschaftsgefühl vor der eigenen Haustür wünschst, kannst du jetzt selbst dazu beitragen. In Köln wird darüber abgestimmt, ob sich die Stadt an der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Spiele beteiligen soll. Die Abstimmung findet im Rahmen eines Ratsbürgerentscheids statt. Wahlberechtigte Kölnerinnen und Kölner erhalten ihre Unterlagen automatisch per Post und können ihre Stimme per Briefwahl abgeben.

Mit einem „Ja“ entscheidest du dich dafür, dass Köln Teil der Bewerbung wird. Der ausgefüllte Abstimmungsbrief muss bis 19. April 2026, 16 Uhr, bei der Stadt eingehen.

Mit deiner Stimme kannst du mitentscheiden, ob die Region einen wichtigen Schritt in Richtung Olympische Spiele geht und damit vielleicht schon bald Sport, Begeisterung und Gemeinschaft auf olympischem Niveau nach Köln und in die gesamte Region bringt. 

Weitere Informationen zum Bürgerentscheid findest du hier: 
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/wahlen/74329/index.html 

Mehr zur Bewerbung der Region KölnRheinRuhr: 
https://olympiabewerbung.nrw/

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